Dritte Wurzel aus negativer Zahl

Erste Frage Aufrufe: 1708     Aktiv: 01.05.2026 um 12:09

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Ich habe in der letzten Klausur die dritte Wurzel aus (-8) gezogen und kam auf (-2). Ich dachte (-2) hoch 3 ist (-8).
Mir hat der Lehrer erklärt ich solle mir vorstellen, das hoch 3 ein Würfel bzw Körper im Raum ist und da gibt es keine negativen Längen.

Das habe ich soweit kapiert aber wieso ist dann die Quadratwurzel aus 4 sowohl (2) als auch (-2)? Hoch zwei würde ja ein Quadrat auf der Ebene heissen und da gäbe es ja auch keine negativen Längen.

Die Frage ist jetzt nicht soooo wichtig aber interessieren würde es mich schon!

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Hier ein interessanter Link dazu; https://www.ruhr-uni-bochum.de/mathe-wiwi/skripte/wurzel.pdf   ─   m.simon.539 01.05.2026 um 12:09
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2 Antworten
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Du hast recht! Es gibt jedoch unterschiedlich Definitionen von Wurzeln, die aber sicher nicht im Unterricht behandelt werden: Die eine ist, dass Wurzeln aus negativen Zahlen nicht definiert sind und die andere (deine): $$\sqrt[2n+1]{-a}=-\sqrt[2n+1]{a}$$Meiner Meinung hättest du dafür keinen Punktabzug bekommen dürfen, am besten besprichst du dich hier nochmal mit deinem Lehrer unter Grundlage der obigen Definition. PS: der Unterschied zwischen deinen beiden Beispielen ist, dass in einem der Radikant negativ ist und im anderen nicht. Trotzdem liegt auch hier ein Denkfehler bezüglich der Eindeutigkeit der Wurzel von dir vor, auf diesen gehe ich aber nicht ein, da dieser in der Schule üblich ist.
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Radikand, nicht Radikant !   ─   useredca30 01.05.2026 um 11:26

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In der Schule möchte man (nachvollziehbarerweise) unnötige Verwirrung vermeiden, daher haben sich die Didaktiker darauf geeinigt, 
dass man es hier bei der simplen Wurzeldefinition (nur positive Radikanden inkl. Null) belässt. 

Dies führt jedoch - wie in Deinem Fall - dann doch zu Problemen/ Verwirrung, sobald man sich mit kubischen, punktsymm. Funktionen 
auseinandersetzt. 

Die von mathejean angegebene Definition umschifft gewissermaßen den Widerspruch zwischen "negative Radikanden sind nicht erlaubt" 
und "neg. Radikanden sind bei ungeraden Wurzelexponenten iwie doch möglich".
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