Bei einer trigonometrischen Funktion der allgemeinen Bauweise \(f(x)=a\cdot sin (b(x-c))+d\) geht es hinsichtlich der Streckung in x-Richtung darum, den Faktor \(b\) zu bestimmen.
Zur Bestimmung dieses Faktors \(b\) liest man am gegebenen Graphen zunächst die Periode \(p\) der Sinuskurve ab. Also man schaut, wie lange das x-Intervall eines Durchgangs der Kurve ist. Am besten schaut man von Hochpunkt zu Hochpunkt, von Tiefpunkt zu Tiefpunkt oder von einer "Schnittstelle" der Kurve mit ihrer "Mittellinie" (die waagrechte Gerade, um die sie pendelt) bis zur übernächsten Schnittstelle mit dieser Mittellinie. (Diese Periode ist häufig abhängig von Pi anzugeben).
Wenn man dann die Periode \(p\) bestimmt hat, gilt für den Faktor \(b\) des Funktionsterms: \(b=\frac {2\pi}{p}\)
Anders als bei anderen Funktionen bestimmt man also bei trigonometrischen Funktionen nicht den Streckfaktor in x-Richtung, sondern eben die Periode und berechnet dann über die genannte Formel den Faktor b für die Funktionsgleichung. Dieser Faktor b ist jedoch NICHT der Streckfaktor in x-Richtung! Diesen würde man erhalten, wenn man den Kehrwert von b nimmt. Oder, bei trigonometrischen Funktionen, indem man die Periode der gegebenen Funktion durch die Periode \(2\pi\) der "normalen" Sinusfunktion teilt. Darauf basiert dann auch die obengenannte Formel. :-)
Verständlich? :-)
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