Danke jobe,
Dein Kommentar hat mich das Thema noch einmal nachlesen lassen und die Antworten sind tatsächlich nicht richtig.
Die Idee ist die folgende: durch die beiden Exemplare der Frage beantwortet JEDER seinen Fragebogen wahrheitsgemäß (man führt die Umfrage ja aus genau diesem Grund auf diese anonymisierte Art und Weise durch). Nach Auszählung der Antworten ergeben sich dann in dem Beispiel 210 "ja" Stimmen und 290 "nein" Stimmen. Außerdem "ignorieren" wir das zweite Exemplar des Fragebogens und verstehen ein "Ja" als Antwort auf die Frage von Exemplar 1. Für die weiteren Rechnungen schreibe ich für den Anteil der Schüler die wirklich schon einmal Drogen probiert haben mit p. Der Wert ist uns ja unbekannt, wir wollen ihn herausfinden.
Wir schauen uns jetzt nur den Anteil der "Ja"-Antworten an allen Antworten an. Dieser bestehen aus
(Anteil der Exemplar 1 - Fragebögen) X ("echte Drogenprobierer") + (Anteil der Exemplar 2 - Fragebögen) X (echte Drogen-NICHT-probierer) in Zahlen:
\(\frac{210}{500} = \frac{3}{5}\cdot p + \frac{2}{5} \cdot (1-p)\). Das kann man jetzt nach p, dem gesuchten Wert auflösen:
\(\frac{210}{100} = p + 2 \Rightarrow p=0,1\). Damit eribt sich dann ein Anteil von 10% an Schülern, die wirklich schon einmal Drogen genommen haben.
jobes Beispiel ginge dann ebenfalls richtig auf: \(\frac{2}{5}\) "Ja" bei \(\frac{3}{5}\) Anteil mit dem Exemplar 1 Fagebogen ergibt:
\(\frac{2}{5} = \frac{3}{5}\cdot p + \frac{2}{5}\cdot (1-p)) \Rightarrow p=0\).
Viele Grüße und entschuldigt meine voreilige Falschaussage,
MoNil
ich würde es etwas anders formulieren, aber ja:
Was interessiert den Auswerter? Jedes "ja" beim ersten Exemplar und jedes "Nein" des zweiten Exemplars. Anteil der Ersten ist \(\frac{3}{5}\), der des Zweiten \(\frac{2}{5}\). Zusammen kriegen wir also \(\frac{3}{5}\cdot 210 + \frac{2}{5}\cdot 290 = 126+116=242\) Personen die per Antwort bereits einmal Drogen genommen haben.
Viele Grüße,
MoNil ─ monil 15.03.2020 um 13:56