Klausurvorbereitung Tipps

Aufrufe: 83     Aktiv: 07.07.2022 um 16:42

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Hey Leute, ich hätte da mal eine Frage zum Thema Klausurvorbereitung. 
Ich Studiere Mathematik im 2. Semester und schreibe in den nächsten 3 Monaten 3 Klausuren.
Sprich ich hab circa einen Monat Zeit für eine Klausur.  
In drei Wochen schreibe ich schon Lineare Algebra 2, darauf will ich mich auch erstmal vorbereiten. 
Ich war in diesem Semester Leider etwas faul, hab die Studienleistung durch Gruppen abgaben bekommen und der Tag der Warheit rückt immer näher. Ich bin Momentan etwas am verzweifeln, da mein Studium am seidenen Faden hängt.
Ergo ich muss viel nacharbeiten.
Nun weiß ich nicht ob sich das lohnt das Skript nachzuarbeiten, die Übungsblätter zu wiederholen, direkt einfach mit Altklausuren zu arbeiten oder mir auf Lücke vieles rausstreichen, was ich eventuell gebrauchen könnte.
Ich tendiere zu den Altklausuren und auf Lücke zu lernen. 
Normalerweise fällt mir das erstellen von Lernplänen nicht sonderlich schwer, ich hab aber jedoch das Gefühl in letzer Zeit gegen eine Wand zu fahren weshalb ich nur noch mehr prokrastiniere und keinen cm mehr weiterkomme. Das Anfangen ist hart.
Ich weiß, das hört sich bescheuert an und vielleicht ist es das auch. 
Mit den meisten Sätzen und Definitionen bin ich leider noch nicht ganz vertraut weshalb mir vieles fremd ist. 
Wie Ihr seht sitze ich im brennenden Haus.
Ich Freue mich über jeden Rat den Ihr für mich habt und danke euch schon, dass ihr das alles bis hier hin gelesen habt.
Kommentare wie du kannst die Klausuren vergessen oder du bist nicht fürs Studium geeignet,  sind vielleicht hart und nicht ganz Falsch. Jedoch auch keine sonderlich große hilfe. 
Mit besten Grüßen
Jordan
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Weißt du wie Beweislastig die Klausur bei deinem Professor ist? Je nachdem ist auf Lücke lernen dann doch nicht so gut. Beweisideen für wichtige Sätze können helfen.   ─   mathejean 07.07.2022 um 15:48
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1 Antwort
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Hallo Jordan,

die Übungsaufgaben werden nicht umsonst gestellt. Nach meiner Erfahrung schreiben die Studenten deutlich bessere Klausuren, wenn sie sich während des Semesters selbstständig oder zumindest in einer Lerngruppe mit Eigenleistung damit beschäftigen. Gerade in den Anfängervorlesungen werden dort gestellte Rechenaufgaben oder kleine Beweise auch gerne als Klausuraufgabe genutzt.

Bei der Bearbeitung der Übungsaufgaben solltest du grundsätzlich mit deinem Skript arbeiten und nicht nach 5 Minuten resigniert aufgeben, weil du keine Idee hast. Das alles ist ein Lernprozess und das muss man wollen und sich dafür auch motivieren. Umso größer wird die Freude, wenn man dann einen Erfolg erzielt. Ergänzend eignet sich auch immer passende Literatur. Empfehlungen werden häufig in der Vorlesung bekanntgegeben, weil viele Profs sich an bestimmte Lehrbücher halten.

Wichtig ist vor allem, dass du anfängst, dich mit dem Stoff auseinanderzusetzen. Viel zu rechnen, Beweise zu üben und zu verstehen, die mathematische Notation lernst und verstehst und einfach mal etwas tust. Wenn du die Übungsaufgaben bearbeitet hast, fasse das Skript mit den wichtigsten Definitionen und Sätzen zusammen, um einen groben Überblick zu bekommen. Langgestreckte Beweise kann man dabei meist übergehen, auch wenn eine grobe Beweisskizze immer sinnvoll ist, um die einzelnen Beweisstrategien zu lernen. Wie beweist man, was eine lineare Abbildung ist, ob eine Funktion stetig ist, etc. Man muss übrigens nicht jede Übungsaufgabe können. Wichtig sind vor allem die Rechenaufgaben und kurze, einfache Beweise. Schaue außerdem nach, ob es Altklausuren vom Prof. gibt, die Klausuren der einzelnen Profs können sich teilweise stark unterscheiden. Versuche daher an Altklausuren deines Profs. zu kommen und schaue dir die Aufgabentypen an, damit du weißt, worauf du dich fokussieren kannst. Vielleicht wird ja auch eine Probeklausur geschrieben. Erst dann kann man anfangen, auf Lücke zu lernen und möglicherweise Dinge rausstreichen. 

Fange aber unbedingt jetzt an. Du wirst dich ja aus einem bestimmten Grund dazu entschieden haben, Mathe zu studieren. Das macht man ja nicht einfach so. Man braucht also schon Interesse und Spaß am Fach, damit man sich auch gerne mit den Aufgaben auseinandersetzt. Wenn das nicht gegeben ist, wirds wirklich schwierig. 

Tipp für die Zukunft: Versuche unbedingt deine Faulheit zu besiegen und bereits im Semester die Übungsaufgaben selbstständig oder mit einer Lerngruppe zu bearbeiten. Je mehr du dich während des Semesters mit den Vorlesungen auseiandersetzt, desto leichter fällt später die Vorbereitung auf die Klausuren. Vergiss außerdem nicht, dass ein Studium zum Großteil wirklich aus reinem Selbststudium besteht und das daher völlig normal ist, dass man für die Aufgabenzettel deutlich länger braucht als für die Hausaufgaben in der Schule. Ich hatte teilweise während des Semesters auch das Gefühl, nichts von der Vorlesung zu verstehen und die Klausur sowas von zu versemmeln. Nach gezielter Vorbereitung habe ich aber immer wieder gemerkt, dass der Stoff an sich überschaubar ist und man das alles bewältigen kann. Allerdings muss man dafür etwas tun, denn gerade im Mathematikstudium wird einem nichts geschenkt und es wird nicht leichter, wenn man bereits die Grundlagen nicht verstanden hat. Andererseits kann ich aber auch sagen, dass es nach den ersten zwei/drei Semestern wesentlich entspannter wurde, da man doch gerade zu Studienbeginn eine Menge lernt (mathematische Denkweise, Beweisen, ...), so dass die höheren Semester einem deutlich leichter fallen, vorausgesetzt man findet in den ersten Semestern einen guten Zugang zum Fach. Wenn man sich damit schwertut, ist es möglicherweise die falsche Wahl des Studienfachs. 

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Lernen. Nutze gerne dieses Forum, wenn du konkrete Fragen und Schwierigkeiten hast. Liefere aber unbedingt immer deine Ideen und Ansätze mit, damit wir sehen können, wo du stehst.
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Danke für den Text Cauchy, ja da hast du recht.
Du hast mich auf jeden fall nochmal zum denken angeregt.
Diese Faulheit wird mir noch irgendwann mal das Genick brechen.
Mit besten Grüßen
  ─   r.jordan 07.07.2022 um 16:42

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