Das Zählprinzip funktioniert nur dann, wenn es sich um ein Laplace-Experiment handelt.
Ein Experiment ist ein Laplace-Experiment, wenn alle Elementarereignisse gleich wahrscheinlich sind.
Das Zählprinzip sagt aus, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Ereignis A gleich
P(A)=|A||Ω|
ist.
Dabei ist |A| die Anzahl der Elementarereignisse in A, und |Ω| die Anzahl aller Elementarereignisse.
Beispiel: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Laplace-Würfel die Augen-Anzahl gerade ist?
Die Menge der geraden Augenzahlen ist A={2,4,6}. Mithin ist |A|=3.
Die Menge aller Augenzahlen ist Ω={1,2,3,4,5,6}. . Mithin ist |Ω|=6.
Da von einem Laplace-Würfel die Rede ist, handelt es sich hier um ein Laplace-Experiment. Also kann man das Zählprinzip anwenden.
Also ist P(A)=|A||Ω|=36=12 .
Beispiel: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem gezinkten Würfel die Augen-Anzahl gerade ist?
Da von einem gezinkten Würfel die Rede ist, handelt es sich hier NICHT um ein Laplace-Experiment. Also kann man das Zählprinzip NICHT anwenden.
Hier muss man die Einzelereignisse summieren, was mühsamer ist.
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