D.h. wenn es ein c≠0 gibt mit n1=cn2.
Sei d1 diejenige Zahl, für die d1=n1⋅x für alle x∈E1 gilt.
Sei d2 diejenige Zahl, für die d2=n2⋅x für alle x∈E2 gilt.
Zwei Ebenen sind identisch, wenn d1=cd2.
Zwei Ebenen sind echt parallel, wenn sie parallel, aber nicht identisch sind.
Damit kann man ausrechnen, dass keine zwei Ebenen aus Deiner Beispiel-Ebenenschar
Fa={(x,y,z)∈R3;(a−1)x+(−a+1)z=2a+2}
identisch sind.
Dazu nehme man zwei Zahlen a1≠1,a2≠1,a1≠a2.
Setze E1=Fa1,E2=Fa2.
Die Normalenvektor lauten n1=(a1−1)(1,0,−1),n2=(a2−1)(1,0,−1).
Dann ist c=a1−1a2−1, d1=2a1+2, d2=2a2+2.
Wie man leicht nachrechnen kann, ist d1⧸≠cd2.
Punkte: 2.62K
Es ist n=(a−1,0,−1+a) ein Normalenvektor, wie von Dir ja angegeben.
Bei der Ebene E1 ist a=a1.
n1 soll der Normalenvektor von E1 sein, also: ist n1=(a1−1,0,−1+a1).
Es ist d1=n1⋅x für alle x∈E1.
Das wiederum ist lt. Deiner Ebenengleichung 2a+2=2a1+2.
Natürlich kann man hier auch einen Widerspruchsbeweis führen. Hier führen viele Wege nach Rom. ─ m.simon.539 23.11.2024 um 12:46
Du führst doch im Prinzip auch einen Widerspruchsbeweis durch - oder?
Setzt du c in die Gleichung ein, kommt raus a1=a2 , was ein Widerspruch zur Annahme ist, dass a1 ungleich a2… ─ handfeger0 23.11.2024 um 12:55
Wenn man einen Punkt P so bestimmen kann, dass dieser die Gleichung der Schar erfüllt und dieser selbst keinen Parameter enthält, sollten die parallelen Ebenen auch identisch sein - korrekt?
Demnach müssten alle Punkte, die in der Schar sind, ohne Parameter zu schreiben sein. Gilt im Umkehrschluss auch, wenn Punkte nur in Abhängigkeit des Parameters in der Ebenenschar liegen, dass die Ebenen dann echt parallel sind?
Setzt man in unserem Beispiel z.B. für x=0, so folgt, dass z=(2a+2)/(-a+1). Aus diesem Bruch lässt sich a nicht herauskürzen. Sie Punkt P(0|y|(2a+2)/(-a+1)) (mit y feste aber beliebige reelle Zahl) liegt in der Ebene E_a aber nicht in der Ebene E_b, wenn a ungleich b.
Betrachtet man hingegen die Schar F_a:(a-1)x+(-a+1)z=-2a+2, so liegt der Punkt Q (0|y|2) in der Ebene F_a und F_b wenn a ungleich b.
─ handfeger0 23.11.2024 um 14:35
und dieser selbst keinen Parameter enthält,
UND DIE EBENEN KOLINEARE NORMALENVEKTOREN HABEN,
dann sind alle Ebenen einer Schar identisch.
Die Antwort auf die zweite Frage lautet: ja! Allerdings liegt in dieser frage Verwirrungspotential: Der Begriff "Parameter". Es gibt ja noch die Parameterdarstellung von Ebenen, z.B. E={(r+2,s,r);r,s∈R}. Dann sind r,t Parameter. Das sind aber andere Parameter als unser a.
Nun kann man auch eine Ebenen-Schar in Parameterdartstellung darstellen, z.B.
Fa={r+(2a+2a−1,s,r);r,s∈R}.
Aus dieser Parameterdastellung kriegt man das a nicht heraus, drum können die Ebenen nicht alle identisch sein.
Aus der Geradenschar
Ga={r+(2a−2a−1,s,r);r,s∈R}.
hingegen kann man a eleminieren:
Ga={(r+2,s,r);r,s∈R}=E.
Drum sind alle Ga identisch.
Jetzt kann natürlich noch ein Zwischenfall auftreten: Nicht alle, aber doch einige Ebenen einerSchar sind identisch, z.B.
Ha={(x,y,z);x+z=a2.
Dann ist H1=H−1, aber H1≠H0
─ m.simon.539 23.11.2024 um 19:03
Dein Zwischenfall kann aber nur auftreten, wenn der Parameter der Schar nicht linear ist - oder?
Das gleiche sollte auch für Geradenscharen gelten.
Tritt der Parameter nur linear auf und sind die Richtungsvektoren der Geradenschar kollinear, sind die Geraden entweder ALLE echt parallel oder ALLE identisch ? ─ handfeger0 24.11.2024 um 12:02