Mathe-Profi

Aufrufe: 120     Aktiv: 03.07.2021 um 13:56

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Hallo :)

Ich denke immer mal wieder über diese Frage nach..
Letzten September habe ich begonnen mit dem Mathematikstudium .. ich habe sicher sehr viel gelernt, vorallem aber auch für s Leben ( Genau lesen, andere Gedankengänge und Handlungsvorgänge nachvollziehen, was das Leben extrem erleichtert muss ich sagen.. die falschinterpretationen auf Gefühlsebene fallen viel mehr weg) Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich im Verhältnis zu dem riiiiiesen Themengebiet der Mathematik, nur einen Mückenschiss (sorry für den Kraftausdruck) kenne ( und noch einen kleineren überhaupt begriffen) habe ..
Und doch sehe ich hier, wieviele Fragen ihr innert Minuten perfekt beantworten könnt..

Wird der Stoff mit der Zeit einfach so trivial, weil man mehr Zeit hatte um darüber nachzudenken ? Oder macht es die Menge an Wissen aus die man bis zum Ende noch erlangt ? Oder ist es Eigeniniziative die ihr habt um so viel Wissen aufzusaugen und verständlich wiederzugeben? Oder seid ihr alle Hochbegabt ?

Manchmal fühle ich mich wieder wie als wenn ich 6 wäre.. die ''Erwachsenen'' Welt scheint so fern und deren Wissen unerreichbar .. dieses Gefühl hatte ich seit dort nicht mehr, und jetzt ständig.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe das Studium ! Und die Mathematik wie sie jetzt ist , ist vieeel toller als ''rechnen'' von der Schule, meiner Meinung nach. Vielleicht ist es auch die Corona Zeit und somit der Austausch zwischen den Studierenden was die Gefühlslage angeht .. ich habe keine Ahnung ob es den anderen leicht oder schwer fällt und ob sie sich genauso ''dumm'' fühlen wie ich ganz am Anfang ..

Wie war den eure Erfahrung und vorallem wird es besser? Wie wird man so Weise?
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80% der Fragen die hier gestellt werden sind Fragen aus dem Grundstudium, d.h. Analysis 1-2, Lineare Algebra 1-2 und evtl bisschen W-Theorie und vieles ist einfacher Schulstoff (irgendwelche Ableitungen etc). Das sind alles Dinge, die man ab dem Hauptstudium (Ende Bachelorstudium, anfang Masterstudium) durchaus als ziemlich trivial empfindet. Und selbst wenn man die Lösung nicht sofort sieht, so hat man in aller Regel trotzdem genug Erfahrung und Wissen um früh ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Werkzeuge man auf solche Aufgaben anwenden kann.
 
Was du wissen solltest: Man entwickelt im laufe der Jahre (und mit dem Besuch fortgeschrittener Vorlesungen) eine viel bessere Intuition für die ganzen Begriffe aus den Anfängervorlesungen. 
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Ich kann dir garantieren, dass die anderen sich genauso schwer tun. So ging es so gut wie jedem. Auch wenn sie äußerlich cool wirken wollen und es nicht eingestehen. Paar Ausnahmen mag es immer geben. Ob's besser wird, nein, du lernst eben ständig dazu. Manchmal hilft es zurückzuschauen was man schon erlernt hat. Wie man so wird, weiß ich nicht, wahrscheinlich viel Übung. Und außerdem dürfte heutzutage niemand mehr die Mathematik in jedem Bereich beherrschen.
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Hier weiß auch nicht jeder Helfer alles. Es gibt auch da Spezialgebiete.
Die wenigsten sind Genies, die nach anhören einer Vorlesung die Sätze und Beweise komplett verstanden haben.
Das merkt man, wenn es an die zugehörigen Übungsaufgaben geht. Die praktische Umsetzung der Theorie fällt dann sehr schwer.
Aber da muss man durch. Sich an den Übungsaufgaben durchzubeißen bringt dann die Erfahrung.
Zur Not weiß man dann auch, wie es nicht geht.
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Das wichtigste ist, dass Du Dich erstmal selber so lange durch eine "schwierige" Übungsaufgabe und den Stoff "quälst", bis Du die Aufgabe verstanden hast - oder genau weißt, an welcher Stelle genau es Schwierigkeiten gibt. Du brauchst eine konkrete Fragestellung, wenn Du feststeckst.

Dann braucht Du Leute, mit denen Du über die Aufgaben reden kannst - ob persönlich, per Videochat oder in einem Forum. Hierbei bekommst Du entweder Hilfe oder kannst umgekehrt auch anderen helfen. Denn zusammen bekommt man dann Ideen, wie es mit der Aufgabe weitergehen kann. Du lernst die Denkweise anderer kennen und hast so die Chance, das bei einer der nächsten Aufgaben zu nutzen.

Falsch wäre, Aufgaben einfach abzuschreiben oder sich die Arbeit zu teilen (Du machst Aufgabe 1, ich mache Aufgabe 2...) - aber das ist vermutlich keine neue Erkenntnis. Selbst wenn man im Gespräch die Lösung "verraten" bekommt, ist es wichtig, diese mit eigenen Worten selber nochmal zu formulieren.

Wenn die Ideen hinter einer Diefinition oder einem Satz verstanden sind, also: Warum brauche ich das? Warum funktioniert das so? Dann ist das "machen" oft gar nicht mehr so schwer.
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