Betriebsrente, Mathematik in der Realität

Aufrufe: 46     Aktiv: 23.05.2023 um 01:13

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eine Firma hat ein Betriebsrentensystem. Eine Mitarbeiterin hat während ihrer Betriebszugehörigkeit ein Guthaben von €100.000 angesammelt. Mit Renteneintritt hat sie folgende Möglichkeiten:
  1. Auszahlung in 20 Jahresraten: Das Guthaben wird um 10% erhöht und in 20 Jahresraten ausgezahlt, die nicht ausgezahlten Raten werden pro Jahr um 1% angehoben.
  2. Auszahlung in 12 Jahresraten: Das Guthaben wird um 10% erhöht und in 12 Jahresraten ausgezahlt, die nicht ausgezahlten Raten werden mit 0,25% verzinst.
  3. Auszahlung in 6 Jahresraten: Das Guthaben wird um 10% erhöht und in 6 Jahresraten ausgezahlt, die nicht ausgezahlten Raten werden mit 0,25% verzinst.
  4. Auszahlung als Einmalkapital: Das Guthaben wird um 10% erhöht und ausgezahlt.
  5. Auszahlung als lebenslange Rente: €596,50 jeden Monat.
Welche Variante soll die Mitarbeiterin wählen?

Das Finanzamt mit seinen Steuerforderungen spielt hier natürlich eine Rolle, Hinweise sind willkommen, stehen hier aber nicht im Vordergrund.
Je nach persönlicher Lebenssituation kann die eine oder andere Variante vorteilhaft sein, welche Aspekte sind hier ausschlaggebend?

Hier sind wir in der realen Mathematik angekommen. Klar ist auch, dass das keine Frage von Schülern oder Studenten ist. Niemand der Helfer ist gezwungen, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen, die Realität erzeugt eben solche Fragen.

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Nur eine kurze und keine mathematische exakte Überlegung, ohne Berücksichtigung von Steuern und Co. Die Lebenssituation sollte hier allerdings eher eine untergeordnete Rolle spielen. 

Bei den Varianten 1 bis 3 sieht man sofort, dass Variante 1 die günstigere ist, da man hier deutlich mehr vom Zinseszins profitiert. Es wird über einen deutlich längeren Zeitraum mehr Kapital zu einem höheren Zinssatz verzinst. Variante 2 und 3 kann man also völlig ignorieren. 

In Variante 4 gibt es keinerlei Zinseszinseffekt. Ist also noch schlechter als die Varianten 1-3. 

Bei Variante 5 lässt sich schnell nachrechnen, dass man mehr als 15 Jahre überleben muss, um zumindest das Kapital und die 10 % mehr zu haben. Allerdings wird auch hier keinerlei Zinseszins berücksichtigt, so dass es im Vergleich zu Variante 1 also um einiges mehr als 15 Jahre sind. Da ist dann also abzuwägen, wie die Lebenserwartung ist. Ich schätze das allerdings eher ungünstig ein. 

Wenn man die Lebensituation berücksichtigt, kann man die Diskussion eigentlich völlig ignorieren. Je nachdem, wie viel Geld monatlich benötigt wird, wählt man die entsprechende Variante. Bei den ersten 3 Varianten stellt sich außerdem die Frage, ob die Rente an die Erben weitergegeben wird. Aber davon ist auszugehen. 

Eigentlich ist ziemlich klar, welche Variante da zu bevorzugen ist. Selbst bei Variante 1 hätte man monatlich ca 460 Euro. Das ist im Vergleich zu Variante 5 nicht wesentlich viel weniger.
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